25
Mai

Maibaum-Scheck für Chiemseehospiz

Bernau/Marquartstein (hö) – „Dass ein Scheck einem Scheck einen Scheck übergibt – das ist wohl nicht leicht verständlich oder gar selbstverständlich“. Doch zwischen den Gemeinden Bernau a. Chiemsee und Marquartstein hat es sich vor kurzem ergeben, dass eine Maibaum-Übergabe zu einem bestimmten und guten Zweck auch zu einem interessanten Wort-Spiel führte. Die Bernauer Trachtler unter der Leitung ihres Vorstands Franz Praßberger und seines Trachtenkameraden Andreas Rummelsberger entführten nämlich den Maibaum aus der Gemeinde Marquartstein und brachten ihn brauchtumsgemäß zurück. Für „Diebstahl“, Herrichten, Aufpassen und Zurückbringen handelten sie 500 Euro Lösegeld aus. Dieses wurde nunmehr in voller Höhe von Bürgermeister Andreas Scheck von der Gemeinde Marquartstein symbolisch mit einem Scheck an Stefan Scheck, dem Vorstand des Chiemseehospiz übergeben. Dabei sagte der Bernauer Trachtenvorstand Franz Praßberger: „Es ist uns eine Ehre, dieser Spende ein Gesicht zu geben und hoffen, dass es vielleicht  in Zukunft Nachahmer gibt“.

 

hö / Unsere Aufnahme zeigt von links Andreas Rummelsberger (bei ihm war der Maibaum zwischengelagert), Bürgermeister Andreas Scheck, Trachtenvorstand Franz Praßberger und Hospiz-Vorstand Stefan Scheck.

Aufnahme im Chiemseehospiz Bernau

Das Chiemseehospiz nimmt Menschen über 17 Jahren, mit fortgeschrittener und fortschreitender Erkrankung auf, die nur eine sehr begrenzte Lebenserwartung haben, bei denen keine Aussicht auf Heilung besteht, eine palliativ-pflegerische bzw. palliativ-medizinische Versorgung notwendig ist und eine Krankenhausbehandlung nach § 39 SGB V nicht erforderlich ist. Voraussetzung für die Aufnahme ist, dass die Betreuung zuhause nicht mehr sichergestellt werden kann und auch durch eine stationäre Pflegeeinrichtung nicht adäquat abgedeckt werden kann. Die Einweisung erfolgt über den Hausarzt, oder Ärzte aus dem Krankenhaus.

Aufnahmekriterien sind

eine progrediente, weit fortgeschrittene Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung (von wenigen Tagen, Wochen oder Monaten), wie onkologische Erkrankungen mit Symptomlast, AIDS, neurologische Erkrankungen, Nieren-, Herz-oder Lungenerkrankung im Endstadium.

Aufklärung über Erkrankung und deren Prognose (Patient bzw. auch rechtliche Vertretung)

Einverständnis des Betroffenen zur Aufnahme im Hospiz

ambulante Versorgungsmöglichkeiten sind abgeklärt und ausgeschöpft, die Versorgungsmöglichkeit im Heim ist aufgrund der aktuellen oder zu erwartenden hohen Versorgungsanforderung ausgeschlossen und/ oder aufgrund der Situation und Symptomlast nicht angemessen

Aufnahmeprocedere

telefonische Anfrage, ob ein Hospizplatz frei ist
Fax an uns mit Notwendigkeitsbescheinigung, die der einweisende Arzt ausfüllt und Antrag nach §39a, die der Betroffene oder sein/e Bevollmächtigte/r ausfüllt
suchen eines neuen Hausarztes vor Ort, falls der bisherige die Betreuung im Chiemseehospiz in Bernau nicht übernimmt
die Aufnahme erfolgt nach Genehmigung durch die Krankenkasse
Das Chiemseehospiz möchte Menschen, egal welcher Herkunft oder Religion, die diese Kriterien erfüllen, ein sicheres Zuhause für die letzte Lebensphase bieten.

Kontakt und Anfahrt zum Chiemseehospiz Bernau

GESCHÄFTSSTELLE

CHIEMSEEHOSPIZ BERNAU
Baumannstraße 56
83233 Bernau

Tel.: 08051 - 96 18 55 -0