14
Okt

10.000 Euro-Spende für Chiemseehospiz

Bernau (hö) – Seit November vorigen Jahres steht das Chiemseehospiz in Bernau schwer kranken Menschen auf ihrem letzten irdischen Lebensweg offen. Der Bau der Einrichtung erfolgte auf Initiative der Hospizvereine von Rosenheim und Prien, des Netzwerkes Hospiz und des Hospizvereins der Caritas von Traunstein sowie des Hospizvereins von Berchtesgaden. Finanziell unterstützt wurde das Vorhaben von vielen Spendern, unter anderem von einer ertragreichen OVB-Weihnachtsaktion. Um die Hospizvereine finanziell mit dem Bau nicht zu überfordern und damit beizutragen, dass sie sich auf ihre zentralen Kernaufgaben konzentrieren können, vereinbarten die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land zusammen mit der Stadt Rosenheim die Gründung einer kommunalen Trägerschaft. Unterstützt wird diese Trägerschaft vom Förderverein Chiemseehospiz, dessen Vorsitzender der ehemalige Landtagspräsident Alois Glück ist. Wie positiv sich Bau, Trägerschaft und Förderverein gegenseitig dienlich sind, zeigte sich dieser Tage als Erster Vorsitzender Norbert Kuhn-Flammensfeld des Jakobus Hospizverein e.V. Rosenheim einen Spendenscheck in Höhe von 10.000 Euro an Fördervereins-Vorsitzenden Alois Glück und an Ruth Wiedemann, der Leiterin des Chiemseehospizes übergeben konnte. „Mit dieser Spende wollen wir es ermöglichen, dass zusätzliche Therapien, die am Lebensende guttun, finanziert werden können“ – so der Rosenheimer Vorsitzende. Und Ruth Wiedemann ergänzte dies mit den Worten: „Besonders geschätzt sind Musiktherapien mit Harfe sowie eine Atemtherapie. Beide Anwendungen dienen der Entspannung sowie dem Ausgleich und der Beruhigung“. Für Alois Glück ist die Spendenbereitschaft der Hospizvereine ein echter Glücksfall, auch er bedankte sich beim Hospizverein Rosenheim und sagte: „Im Chiemseehospiz gilt ein ganzheitlicher Ansatz, das heißt wir wollen neben den medizinischen und organisatorischen Leistungen auch einen Beitrag für Sinnlichkeit und Spiritualität bieten“.

Foto: Hötzelsperger – 10.000 Euro Spende vom Hospizverein Rosenheim für das Chiemseehospiz von links: 1. Vorsitzender Norbert Kuhn-Flammensfeld, Barbara Noichl (Geschäftsstellenleiterin und Koordinatorin des Jakobus Hospizverein e.V. Rosenheim), Ruth Wiedemann (Leiterin Chiemseehospiz) und Fördervereins-Vorsitzender Alois Glück.

Aufnahme im Chiemseehospiz Bernau

Das Chiemseehospiz nimmt Menschen über 17 Jahren, mit fortgeschrittener und fortschreitender Erkrankung auf, die nur eine sehr begrenzte Lebenserwartung haben, bei denen keine Aussicht auf Heilung besteht, eine palliativ-pflegerische bzw. palliativ-medizinische Versorgung notwendig ist und eine Krankenhausbehandlung nach § 39 SGB V nicht erforderlich ist. Voraussetzung für die Aufnahme ist, dass die Betreuung zuhause nicht mehr sichergestellt werden kann und auch durch eine stationäre Pflegeeinrichtung nicht adäquat abgedeckt werden kann. Die Einweisung erfolgt über den Hausarzt, oder Ärzte aus dem Krankenhaus.

Aufnahmekriterien sind:

  • eine progrediente, weit fortgeschrittene Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung (von wenigen Tagen, Wochen oder Monaten), wie onkologische Erkrankungen mit Symptomlast, AIDS, neurologische Erkrankungen, Nieren-, Herz-oder Lungenerkrankung im Endstadium.
  • Aufklärung über Erkrankung und deren Prognose (Patient bzw. auch rechtliche Vertretung)
  • Einverständnis des Betroffenen zur Aufnahme im Hospiz
  • ambulante Versorgungsmöglichkeiten sind abgeklärt und ausgeschöpft, die Versorgungsmöglichkeit im Heim ist aufgrund der aktuellen oder zu erwartenden hohen Versorgungsanforderung ausgeschlossen und/ oder aufgrund der Situation und Symptomlast nicht angemessen

Aufnahmeprocedere:

  • telefonische Anfrage, ob ein Hospizplatz frei ist
  • Fax an uns mit Notwendigkeitsbescheinigung, die der einweisende Arzt ausfüllt und Antrag nach §39a, die der Betroffene oder sein/e Bevollmächtigte/r ausfüllt
  • suchen eines neuen Hausarztes vor Ort, falls der bisherige die Betreuung im Chiemseehospiz in Bernau nicht übernimmt
  • die Aufnahme erfolgt nach Genehmigung durch die Krankenkasse

Das Chiemseehospiz möchte Menschen, egal welcher Herkunft oder Religion, die diese Kriterien erfüllen, ein sicheres Zuhause für die letzte Lebensphase bieten.

Kontakt und Anfahrt zum Chiemseehospiz Bernau

GESCHÄFTSSTELLE

CHIEMSEEHOSPIZ BERNAU
Baumannstraße 56
83233 Bernau

Tel.: 08051 - 96 18 55 -0