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Apr

Mitten im Leben: Hospiz-Netzwerk wächst und gewinnt an Vielfalt

Beim 3. Forum der Hospiz- und Palliativregion wurde deutlich, wie dynamisch sich die Versorgung vor Ort entwickelt. Am 21. April 2026 nutzten zahlreiche Fachkräfte und Engagierte die Gelegenheit im Vereinsheim des TSV Teisendorf 1895 e.V., um gemeinsam Bilanz zu ziehen und neue Impulse zu setzen.Dass die Wahl des Veranstaltungsortes auf das Vereinsheim des TSV Teisendorf fiel, war kein Zufall, sondern Programm. Es bot einen Rahmen, der das Selbstverständnis der Hospiz- und Palliativarbeit unterstreicht: Sie gehört mitten ins Leben und direkt zu den Menschen. Genau dort, wo Alltag stattfindet und Gemeinschaft gelebt wird, ist auch das Netzwerk verankert.

Vielfalt als Stärke: Vom Kind bis zum Senior

Im Mittelpunkt des Forums stand der Austausch über ein stetig wachsendes Geflecht aus Akteuren. Immer mehr Netzwerkpartner schließen sich der Hospiz- und Palliativregion an und bringen frische Perspektiven ein. Besonders erfreulich ist dabei die verstärkte Beteiligung von Einrichtungen aus der Kinder-, Familien- und Trauerarbeit. Sie liefern wichtige Impulse für eine Begleitung, die den ganzen Menschen und sein Umfeld im Blick hat. Gleichzeitig wurde die Schlüsselrolle der Alten- und Pflegeheime hervorgehoben. Deren wachsende Präsenz im Netzwerk ist unverzichtbar, da sie für einen Großteil der Menschen in ihrer letzten Lebensphase die wichtigste Stütze im regionalen Versorgungssystem sind.

Rückblick auf ein aktives Jahr

Ein Resümee der letzten Monate verdeutlichte die enorme Bandbreite der Aktivitäten. Neben der intensiven Gremienarbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen wurde vor allem die digitale Sichtbarkeit ausgebaut. Ein besonderer Höhepunkt war der vergangene Hospizmonat – ein Erfolgsmodell, das auch in diesem Jahr im Oktober wieder fest eingeplant ist, um das Thema Sterben, Abschied aus der Tabuzone zu holen.

Raum für Träume und Rituale

Doch das Forum blickte nicht nur zurück, sondern lud in einer sogenannten „Murmelrunde“ dazu ein, laut über die Zukunft nachzudenken. Hier wurden Visionen und konkrete Bedarfe gesammelt, die die Arbeit der kommenden Jahre prägen sollen. Der offene Dialog wurde von den Teilnehmenden als großer Gewinn für die tägliche Praxis empfunden. Einen inhaltlichen Glanzpunkt setzte der Impulsvortrag von Frau Jetz-Deser. Sie widmete sich dem sensiblen Thema der Trauerrituale und vermittelte anschaulich, wie wichtig feste Handlungen im Umgang mit Verlust sind. Ihre praxisnahen Tipps regten zur vertieften Auseinandersetzung an und gaben den Anwesenden wertvolles Werkzeug für ihre Arbeit an die Hand.

Ein Netzwerk mit Zukunft

Das Fazit des Tages: Die Hospiz- und Palliativregion ist ein lebendiges, wachsendes Netzwerk. Es lebt von der Vielfalt und dem großen persönlichen Engagement seiner Mitglieder. Mit neuen Ideen und gestärkten Kontakten schauen die Beteiligten zuversichtlich auf die bevorstehenden Aufgaben: die einfühlsame Begleitung und Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie die achtsame Unterstützung ihrer An- und Zugehörigen.

Aufnahme im Chiemseehospiz Bernau

Das Chiemseehospiz nimmt Menschen über 17 Jahren, mit fortgeschrittener und fortschreitender Erkrankung auf, die nur eine sehr begrenzte Lebenserwartung haben, bei denen keine Aussicht auf Heilung besteht, eine palliativ-pflegerische bzw. palliativ-medizinische Versorgung notwendig ist und eine Krankenhausbehandlung nach § 39 SGB V nicht erforderlich ist. Voraussetzung für die Aufnahme ist, dass die Betreuung zuhause nicht mehr sichergestellt werden kann und auch durch eine stationäre Pflegeeinrichtung nicht adäquat abgedeckt werden kann. Die Einweisung erfolgt über den Hausarzt, oder Ärzte aus dem Krankenhaus.

Aufnahmekriterien sind

eine progrediente, weit fortgeschrittene Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung (von wenigen Tagen, Wochen oder Monaten), wie onkologische Erkrankungen mit Symptomlast, AIDS, neurologische Erkrankungen, Nieren-, Herz-oder Lungenerkrankung im Endstadium.

Aufklärung über Erkrankung und deren Prognose (Patient bzw. auch rechtliche Vertretung)

Einverständnis des Betroffenen zur Aufnahme im Hospiz

ambulante Versorgungsmöglichkeiten sind abgeklärt und ausgeschöpft, die Versorgungsmöglichkeit im Heim ist aufgrund der aktuellen oder zu erwartenden hohen Versorgungsanforderung ausgeschlossen und/ oder aufgrund der Situation und Symptomlast nicht angemessen

Aufnahmeprocedere

telefonische Anfrage, ob ein Hospizplatz frei ist
Fax an uns mit Notwendigkeitsbescheinigung, die der einweisende Arzt ausfüllt und Antrag nach §39a, die der Betroffene oder sein/e Bevollmächtigte/r ausfüllt
suchen eines neuen Hausarztes vor Ort, falls der bisherige die Betreuung im Chiemseehospiz in Bernau nicht übernimmt
die Aufnahme erfolgt nach Genehmigung durch die Krankenkasse
Das Chiemseehospiz möchte Menschen, egal welcher Herkunft oder Religion, die diese Kriterien erfüllen, ein sicheres Zuhause für die letzte Lebensphase bieten.

Kontakt und Anfahrt zum Chiemseehospiz Bernau

Chiemseehospiz gKU
Baumannstraße 56
83233 Bernau

Tel.: 08051-96 18 55-0
Fax.: 08051-96 18 55-77