02
Dez

Chiemseehospiz in Bernau feiert kleines Jubiläum und blickt in die Zukunft

Bernau | Die Einrichtung „Chiemseehospiz gKU“ in Bernau konnte ihr inzwischen fünfjähriges Bestehen begehen. Das kleine Jubiläum war Anlass für die beteiligten Landkreise Berchtesgadener Land, Traunstein und Rosenheim sowie für die Stadt Rosenheim im Rahmen einer Feierstunde an die Gründung des gemeinsamen Unternehmens zu erinnern und sich über aktuelle sowie zukünftige Aufgaben auszutauschen.

Den Auftakt des offiziellen Teils machte der Verwaltungsratsvorsitzende und Rosenheimer Landrat Otto Lederer. Er hob in seiner Rede die Wichtigkeit eines solchen Hauses für die drei Landkreise und die Stadt Rosenheim hervor und dankte allen an der Planung und am Bau beteiligten Partnern. Er bedankte sich insbesondere auch bei allen Beschäftigten, die tagtäglich den Menschen im Chiemseehospiz Unterstützung und Hilfe geben und sie auf ihrem letzten Weg begleiten. Ganz besonders hob er in diesem Zusammenhang das Engagement von Alois Glück, dem ehemaligen Landtagspräsidenten und Start-Initiator, hervor und würdigte ihn als echten „Glücks-Fall“ für das Chiemseehospiz. Ein besonderer Dank galt auch der sehr guten Zusammenarbeit mit dem Förderverein „Chiemseehospiz“, der es ermöglicht, dass Anschaffungen auch außerhalb der mit den Kassen verhandelten Tagessätze möglich sind.

Stefan Scheck als Vorsitzender des Chiemseehospizes bedankte sich bei den Kommunen für die gute Zusammenarbeit und die Bereitschaft zur Übernahme des zu erwartenden jährlichen Defizits. Er gab im Anschluss einen Einblick in das „Innenleben“ des Hospizes und hob das hohe Maß an Eigenverantwortlichkeit aller im Chiemseehospiz beschäftigten Mitarbeiter heraus. „Es ist in den fünf Jahren eine wirklich feine Truppe zusammengewachsen“, sagte Stefan Scheck.

Als letzter Redner gab Günther Pfaffeneder als ehemaliger Vorsitzender des Chiemseehospizes einen Rückblick auf die Planung und den Bau des Hauses. Auch er bedankte sich bei allen am Bau beteiligten Partnern und hob die Zusammenarbeit hervor. Nach Ende des offiziellen Teils gab es die Möglichkeit, sich bei Häppchen und Getränken ausführlich und locker auszutauschen.

Eingeladen waren alle Verwaltungsräte, die Vertreter des Fördervereins und alle weiteren Kooperationspartner, wie regionale Hospizvereine, die Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgungen (SAPV) sowie die Hausärzte.

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Foto: Bei der Feierstunde „fünf Jahre Chiemseehospiz“: (von links) Günther Pfaffeneder (ehemaliger Vorsitzender), Berchtesgadener Landrat Bernhard Kern, Vorstand Stefan Scheck, Otto Lederer (Vorsitzender des Verwaltungsrates) und Rosenheimer Landrat, Georg Grabner (Vorsitzender Förderverein Chiemseehospiz), und Bernaus Zweiter Bürgermeister Gerhard Jell.

Text: © Hötzelsperger

Bild: © Hötzelsperger

 

Aufnahme im Chiemseehospiz Bernau

Das Chiemseehospiz nimmt Menschen über 17 Jahren, mit fortgeschrittener und fortschreitender Erkrankung auf, die nur eine sehr begrenzte Lebenserwartung haben, bei denen keine Aussicht auf Heilung besteht, eine palliativ-pflegerische bzw. palliativ-medizinische Versorgung notwendig ist und eine Krankenhausbehandlung nach § 39 SGB V nicht erforderlich ist. Voraussetzung für die Aufnahme ist, dass die Betreuung zuhause nicht mehr sichergestellt werden kann und auch durch eine stationäre Pflegeeinrichtung nicht adäquat abgedeckt werden kann. Die Einweisung erfolgt über den Hausarzt, oder Ärzte aus dem Krankenhaus.

Aufnahmekriterien sind

eine progrediente, weit fortgeschrittene Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung (von wenigen Tagen, Wochen oder Monaten), wie onkologische Erkrankungen mit Symptomlast, AIDS, neurologische Erkrankungen, Nieren-, Herz-oder Lungenerkrankung im Endstadium.

Aufklärung über Erkrankung und deren Prognose (Patient bzw. auch rechtliche Vertretung)

Einverständnis des Betroffenen zur Aufnahme im Hospiz

ambulante Versorgungsmöglichkeiten sind abgeklärt und ausgeschöpft, die Versorgungsmöglichkeit im Heim ist aufgrund der aktuellen oder zu erwartenden hohen Versorgungsanforderung ausgeschlossen und/ oder aufgrund der Situation und Symptomlast nicht angemessen

Aufnahmeprocedere

telefonische Anfrage, ob ein Hospizplatz frei ist
Fax an uns mit Notwendigkeitsbescheinigung, die der einweisende Arzt ausfüllt und Antrag nach §39a, die der Betroffene oder sein/e Bevollmächtigte/r ausfüllt
suchen eines neuen Hausarztes vor Ort, falls der bisherige die Betreuung im Chiemseehospiz in Bernau nicht übernimmt
die Aufnahme erfolgt nach Genehmigung durch die Krankenkasse
Das Chiemseehospiz möchte Menschen, egal welcher Herkunft oder Religion, die diese Kriterien erfüllen, ein sicheres Zuhause für die letzte Lebensphase bieten.

Kontakt und Anfahrt zum Chiemseehospiz Bernau

Chiemseehospiz gKU
Baumannstraße 56
83233 Bernau

Tel.: 08051-96 18 55-0
Fax.: 08051-96 18 55-77